Stefan Haufe

Künstlerische Leitung und Regie

HEIDEMARIE WELLMANN
Studium der Theaterwissenschaften, Anglistik und Psychologie an der Friedrich- Alexander- Universität, Erlangen
Studium von Schauspiel, Gesang und Tanz am Konservatorium der Stadt Wien, heute MUK
Bereits während des Studiums stand Wellmann in zahlreichen Inszenierungen an verschiedenen Erlanger Theatern auf der Bühne. Ebenso anschließend im Akzenttheater und Metropol Theater in Wien. Dort schrieb sie auch das Buch zu der Operette "Das Dingsbums, das man Liebe nennt" (Musik und Libretto: Johannes Glück), die mit großem Erfolg 1996 und 1997 am Akzenttheater Wien aufgeführt wurde. 
1995, bei der Gründung der Faust- Festspiele, spielte sie das Gretchen im Kronacher "Faust I". Die Inszenierung von Daniel Leistner wurde 20 Jahre lang in jeder Saison gegeben, und noch bei der vorerst letzten Aufführung im Jahr 2015 stand Wellmann als "Kronacher Gretchen" auf der Festspiel- Bühne.
Bei den Faust- Festspielen war Wellmann in zahlreichen Rollen zu sehen, die mit u.a. Ophelia in "Hamlet", Puck in "Sommernachtstraum", Lady Macbeth in "Macbeth", der Titelrolle in "Lysistrate", der Großmutter in "Die deutschen Kleinstädter", dem Diener in "Der Diener zweier Herren" und dem Geizigen in Molières "Der Geizige" nahezu jedes Rollenfach abdeckten.
In Kronach übernahm sie auch bereits sechs Mal die Regie eines Stückes, darunter 2014 die von "Romeo und Julia".
Wellmann ist auch als Rhetorik- Trainerin und Theater- Coach tätig.
FRAGEN UND ANTWORTEN:
- Bei Ihrer allerersten Fahrt nach Kronach ...
... klebte ich an der Fensterscheibe des Zuges, um den Ausstieg nicht zu verpassen. Ich hielt Ausschau nach der Festung, von der man mir erzählt hatte. Und dann tauchte sie auf ... und ich war sofort beeindruckt.
- Ihre positivste Erfahrung in Kronach
Da gab es in 20 Jahren unendlich viele. Besonders rührend finde ich unter anderem, dass meine erste "Gretchen- Mutter", Erika Ostertag, mich heute noch "Gretchen" nennt, wenn wir uns sprechen.
- Ihre negativste Erfahrung in Kronach
Auch hier gibt es natürlich etliche. Ein Tollpatsch wie ich erlebt bspw viele Unfälle und Stürze. Ganz zu Beginn habe ich fast einmal das Zeughaus in Brand gesetzt, weil ich bei einer Feier einen Scheinwerfer mit einem Tuch abdunkeln wollte. - Alles gut ausgegangen!
- Ihre Erwartungen für die Spielzeit 2016
"Ein bisschen Frieden"! Und wunderbare, unvergessliche Theaterabende für alle Beteiligten: Schauspieler, Statisten, das ganze Team und natürlich für die Zuschauer!

 

Stefan Haufe, geb. 1963 in Oberhausen, aufgewachsen in Wiesbaden, sammelte erste Bühnenerfahrungen am Hessischen Staatstheater Wiesbaden und in div. Schultheaterprojekten. Die Wahl zwischen einem Tanz- oder Schauspielstudium an der HfMDK Frankfurt/M fiel im Alter von 20 Jahren eher überraschend auf den Tanz. Am Opernhaus Nürnberg etablierte sich Haufe während seiner Tänzerzeit (1985-1992) als Choreograph für Musiktheater und Schauspiel, war 2x Preisträger beim Choreographenwettbewerb in Hannover, und ging 1992 als Ballettdirektor ins thüringische Nordhausen, 1996 ans Mecklenburgische Staatstheater Schwerin. Dort erhielt er 1998 den Conrad-Ekhof-Preis der Theaterfreunde-Gesellschaft. Um neue künstlerische Wege zu gehen, wagte Haufe 2004 den Sprung in die freiberufliche Tätigkeit, übernahm Regieaufträge zunächst für Musical und Operette, später auch für Kinderstücke und Boulevardkomödien. Dabei entwickelte sich Haufe zu einem ausgewiesenen Fachmann für Freilichttheater. Zuletzt mehrfach für die Volksschauspiele Ötigheim, Deutschlands größte Bürgerbühne, in der Nähe von Baden-Baden. Regie- und Choreographie-Aufträge führten Haufe in den letzten Jahren u.a. nach Bremerhaven, Greifswald, Bautzen, Münster, Nürnberg, Meiningen und ans Landestheater Dinkelsbühl.