In Kronach ganz oben...

Der Rosenberg und die Festung

Ein Blick von der Festung Rosenberg und man versteht sofort, warum dieser Ort seit vielen hundert Jahren als der ideale Standort für eine Befestigungsanlage gilt. Der mächtige Rosenberg, ein Berg ganz aus Sandstein thront majestätisch über der Altstadt und einer Ebene, in der sich drei Flüsse aus ihren Tälern kommend vereinigen. Alte Handelsrouten führen schon seit der Bronzezeit durch diese Gegend, über die Wasserwege handelte man bis nach Holland und durch die Jahrhunderte schütze die Festung auf dem Rosenberg die Stadt zu ihren Füßen.

Der Rosenberg gehörte, wie die Stadt Kronach, seit 1122 zum Herrschaftsgebiet der Bamberger Fürstbischöfe und wurde zum Schutz des Hochstiftes Bamberg gegen die nördlich gelegenen Nachbarstaaten ständig ausgebaut. Im 16. und 17. Jahrhundert erhielt die Festung ihre heutiges Aussehen, als die Burganlage zum Schloss umgestaltet wurde und man diese dritte Residenz der Fürstbischöfe mit einer mächtigen bastionären Fortifikation umgab. Bis 1802 stand die Anlage für die Macht der Bamberger Herren und wurde danach Teil Bayerns. Seit 1888 ist die Festung Rosenberg im Besitz Kronachs und mit ihren Museen, Ausstellungen, Messen, Restaurant und Herberge,  das kulturelle und touristische Herz der Stadt.

Stadt und Rosenberg waren und sind ohne einander nicht zu denken. Schon das erste Stadtsiegel zeigt  einen steinernen Turm mit Zinnen auf einer Mauer, den Buschrosen romantisch umranken. So war die Burg auf dem Rosenberg von Anfang ein Teil des Stadtwappens und überall auf dem imposanten Felsen blühenden schönen Rosen sind noch heute im Wappen der Lucas-Cranach-Stadt Kronach zu finden. Diese über Jahrhunderte gewachsene enge Beziehung zwischen den Kronachern und „ihrer Festung Rosenberg“ ist mehr als eine bloße Nachbarschaft, es ist eine Leidenschaft und das spürt man.